Kurie Jerusalem
Kurie Jerusalem
Die Kurien (oder auch Stiftskurien) waren die Wohnhäuser der Stiftsherren des Bonifatiusstiftes. Nach der Umwandlung des um 851 gegründeten Benediktinerklosters in ein Kollegiatstift - vermutlich in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts - konnten die Stiftsherren ihren Wohnsitz außerhalb des eigentlichen Stiftsbezirks nehmen. Die Kurien trugen zum Teil biblische Namen, zum Teil waren sie nach ihren Besitzern benannt.

Bei dem heute als Kurie Jerusalem bezeichneten Gebäude handelt es sich um das Speichergebäude einer Kurie, nicht um das Wohnhaus. Es ist um 1500 entstanden und die Fachwerkkonstruktion zeigt in der Art der Verzimmerung, den verwendeten kräftig dimensionierten Hölzern und dem sehr zurückhaltenden Balkenschmuck die typischen Merkmale gotischer Fachwerkbauweise.

Die Kurie Jerusalem wurde im Rahmen der Altstadtsanierung 1976 umfassend restauriert und von der Eigentümerin, der Stadt Hameln, zu einem Ort vor allem für Kinder- und Jugendeinrichtungen um- und ausgebaut.

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