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An der Münsterkirche befand sich ursprünglich die Begräbnisstätte der Stadt. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde diese außerhalb der Stadtmauern – an die heutige Deisterstraße – verlegt. Auf dem Friedhof an der Münsterkirche wurden nur noch „Standespersonen“ und Mitglieder des Stifts beigesetzt (das Stift wurde 1848 aufgehoben; der letzte Stiftsherr starb 1862).
Am Münsterkirchhof erinnern der 1912 errichtete Lachsbrunnen (Künstler: Clemens Werminghausen) an den Lachsfang in der Weser und das Schlägerdenkmal an Franz Georg Ferdinand Schläger (1781 – 1869), der von 1822 bis zu seinem Tode als Pastor und Seelsorger in Hameln wirkte. Neben seiner Tätigkeit als Geistlicher war Schläger in vielen außerkirchlichen Bereichen stark engagiert: so gab er 1823 als erste Zeitung am Ort die „Hamelnschen Anzeigen zum Besten der Armen heraus, rief eine Sonntagsschule und eine Töchterschule ins Leben, beteiligte sich an der Gründung der Taubstummenanstalt in Hildesheim und der Blindenanstalt in Hannover.
Auch die Gründung von einigen Hamelner Vereinen geht auf seine Initiative zurück, so die 1837 ins Leben gerufene Liedertafel, die noch heute besteht. 1847 und 1856 verlieh ihm die Göttinger Universität die theologische und philosophische Ehrendoktorwürde. |
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